Deutscher Gewerkschaftsbund

18.01.2018

DGB Rhein-Lahn: Sichere Arbeitsplätze, gute Löhne

Der Vorstand des Kreisverbandes Rhein-Lahn des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hatte zu einer öffentlichen Sitzung eingeladen. Interessierte Gewerkschaftsmitglieder tauschten sich aus über Veränderungsnotwendigkeiten. Es wurde von sachgrundlosen befristeten Verträgen berichtet, die kaum Perspektiven bieten. Sie gehören abgeschafft, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Es gibt Gründe für befristeten Verträge wie beispielsweise Vertretung für eine in Elternzeit befindliche Person, aber nach mehrfach befristeter Arbeit müsste die Entfristung folgen. Mehrfach wurde geklagt, dass verliehene Arbeitnehmer schlechter entlohnt werden als die Stammbelegschaft. Bei Werkverträgen und Scheinselbständigkeit wurden Missbrauchsfälle dargestellt. Hier ist der Staat gefordert, durch gezielte Kontrollen das Einhalten der rechtlichen Vorgaben zu sichern. Dafür werde mehr Personal z.B. beim Zoll und der Gewerbeaufsicht verlangt. Dies gelt auch für den Mindestlohn. Mehrere Fälle wurden geschildert, bei denen der festgesetzte Mindestlohn vorenthalten wird.

Manche Person würde gerne Vollzeit arbeiten, aber durch fehlende U3-Kita-Plätze beziehungsweise fehlende Ganztagsschulplätze wird dies verhindert. Ein Fall wurde geschildert, bei dem durch Ausgliederung von Arbeitsbereichen die Bezahlung erheblich verschlechtert wurde.

Zusammenfassend wurde festgehalten: Im Arbeitsrecht müssen Änderungen her, damit sichere und gesunde Arbeitsplätze die Regel sind. Die Arbeit muss so bezahlt werden, damit man davon gut leben kann. Es kann nicht angehen, dass trotz Vollzeitarbeit staatliche Stütze erforderlich ist, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Darüber hinaus sind staatliche Stellen so mit Personal zu versorgen, dass sie ihren Kontrollaufgaben zügig und nachhaltig nachkommen können.


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