Deutscher Gewerkschaftsbund

10.01.2017

PM: An Kitas mehr Plätze und Erzieherinnen und Erzieher erforderlich!

"Junge Eltern und künftige Eltern erwarten in einer Kindertagesstätte, zu welcher ihr Wohnort zugeordnet ist, eine qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung für ihr Kind. Sie erwarten neben den Kindergarten-Plätzen für 100% der Kinder insbesondere U2 und U3-Plätze, um so neben der guten allseitigen Förderung für ihr Kind Familie und Beruf angemessen vereinbaren zu können. Sie haben darauf einen Rechtsanspruch. Sie erwarten auch, dass sich die Öffnungszeiten der Kitas an den üblichen Arbeitszeiten orientieren. Die vorhandene Infrastruktur für die frühkindliche Bildung ist für die Wohnungsnahme, für den Erwerb von Wohnungseigentum, aber auch für die Erfüllung der Wünsche nach Kindern nicht selten ausschlaggebend", stellt der Kreisvorstand Rhein-Lahn des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fest.

"Darüber hinaus", so der DGB-Kreisvorstand, "ist ein umfassendes und qualitativ hochwertiges Angebot der frühkindlichen Bildung für die Attraktivität eines Kreises von besonderer Bedeutung." Der DGB Rhein-Lahn sieht diesbezüglich deutlichen Handlungsbedarf. Diesen hat er in Schreiben an Landrat Puchtler und die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages dargelegt.

So soll im Kindertagesstättenbedarfsplan 2016/2017 und dem damit verbundenen Prognosezeitraum zur Bestimmung der U2- und U3-Plätze statt von 42% von 50% ausgegangen werden. Damit wäre für jedes zweite Kind der entsprechenden Altersgruppe ein Kita-Platz zur Verfügung. "Denn", so der DGB-Kreisvorstand, "keine Mutter und kein Vater soll in der Kita ihres Wohnortes wegen fehlendem Platz für das zwei- oder einjährige Kind zurückgewiesen werden dürfen." In den DGB-Schreiben hat er die Kita-Standorte im Kreisgebiet aufgelistet, an denen insbesondere U2-Plätze fehlen.

"Die Kindertagesstätten müssen auch dem Gebot der Integration/der Inklusion Rechnung tragen können. Bisher erfüllen nur wenige Kita die räumlichen, die frühkindlich-pädagogischen und die personellen Voraussetzungen, um die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung nichtbehinderter und behinderter Kinder qualitativ hochwertig zu erfüllen", merkt der DGB-Kreisvorstand weiter an. Auch bei den Ganztagsplätze sieht der DGB Kreisvorstand noch erheblichen Nachholbedarf. Er erwartet vom Kreis und den weiteren Verantwortlichen konkrete und überprüfbare Schritte, damit die aufgezeigten Bedarfe zeitnahe gedeckt werden.


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