Deutscher Gewerkschaftsbund

PM PM 151014 KV WW - 14.10.2015
Lebhafte Disskussion zu Betrieblicher Altersvorsorge

PM DGB KV Westerwald

 

Lebhafte Diskussion zu Betrieblicher Altersvorsorge

DGB Kreisverband Westerwald hatte eingeladen

 

Der DGB Kreisverband Westerwald hatte zu einer Veranstaltung mit dem Thema „Möglichkeiten der Betrieblichen Altersvorsorge“ eingeladen. Melanie Sandmann von der Technologieberatungsstelle TBS gGmbH in Mainz erläuterte zunächst den Grund, aus dem die Betriebliche Altersvorsorge derzeit einen erhöhten Stellenwert erhält: Durch die Herabsenkung des Rentenniveaus in der Deutschen Rentenversicherung werden die Renten ab 2030 nur noch 43 Prozent des letzten Nettolohns betragen. Das macht eine weitere Absicherung für das Alter unabdingbar.

Die Betriebliche Altersvorsorge sei klassischerweise eine freiwillige Leistung des Arbeitsgebers, die Arbeitnehmervertretungen bestimmten jedoch bei der genaueren Gestaltung im Betrieb mit, wie Sandmann betont. Darüber hinaus sei die Betriebliche Altersvorsorge mittlerweile Bestandteil zahlreicher Tarifverträge. Beschäftigte haben seit 2002 einen gesetzlichen Anspruch auf Betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung.

Zudem gab sie einen Einblick in die verschiedenen Durchführungswege der Betrieblichen Altersvorsorge, die sich u.a. im Rechtsanspruch und in der Absicherung im Insolvenzfall unterscheiden. Sie wies dringlich darauf hin, dass zur Überprüfung des Modells, das für einen sinnvoll ist, auf jeden Fall eine sachkundige Beratung durch einen Renten- oder einen Steuerberater nötig sei.

Lebhaft diskutiert wurden von den Teilnehmern vor allem aktuelle Herausforderungen der Betrieblichen Altersvorsorge: Insbesondere solche Beschäftigtengruppen, für die eine zusätzliche Altersvorsorge besonders wichtig wäre, profitieren im Moment noch nicht ausreichend von der Betrieblichen Altersvorsorge. Im Zusammenhang mit der geplanten Novellierung des Betriebsrentengesetzes wird erneut diskutiert, wie man hier ansetzen kann.

Helmut Glöckner, Vorsitzender des DGB Kreisverbandes, bedankte sich zum Schluss bei Sandmann „für den informativen Vortrag, der deutlich gemacht habe, dass man sich kundig machen muss, und zwar rechtzeitig, um sich abzusichern.“


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