Deutscher Gewerkschaftsbund

15.06.2015

DGB Westerwald beschäftigt sich mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

DGB Westerwald beschäftigt sich mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

Psychische Erkrankungen auch Thema in der Betriebsratsarbeit

 

„In den letzten Jahren ist die Anzahl der Krankheitstage durch psychische Erkrankungen sehr angestiegen und es ist für Betriebsräte wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.“, so Melanie Sandmann, Beraterin der Technologieberatungsstelle Rheinland-Pfalz in Montabaur. Der Vorstand des DGB Kreisverbandes Westerwald hatte zu dem aktuellen Thema eingeladen.

Sandmann zeigte in ihrem Vortrag auf, dass dazu viele Faktoren beitragen, ein wesentliches Moment sei sicher die Arbeitsverdichtung und die dadurch zunehmende Belastung. Neben individuellen Ursachen, die auch aus dem Privatleben der Einzelnen kommen können, gäbe es aber auch viele Aspekte, die in den Betrieben und an den Arbeitsplätzen verändert werden können, um zu einer Entlastung beizutragen. Das setze voraus, dass es im Betrieb ein Bewusstsein für Gestaltungsräume gibt und diese auch genutzt werden. Manchmal helfe es schon, miteinander zu reden und zu fragen, was denn aus Sicht des Arbeitnehmenden geändert werden müsste, um es leichter zu haben. Hier machte Sandmann einen Verweis auf den Arbeitsschutz und ging ausführlich auf die Gefährdungsbeurteilungen ein, zu denen jeder Arbeitgeber verpflichtet sei.

Die Anwesenden konnten ihre Fragen dazu beantwortet bekommen und zogen so eine positive Bilanz für die Veranstaltung.

Helmut Glöckner, der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes dankte Sandmann und wies u.a. auf eine nächste Veranstaltung des DGB hin: am 25. Juni beschäftigt sich die DGB Region Koblenz mit dem Freihandelsabkommen TTIP. Nähere Informationen zu der Arbeit des Kreisverbandes sind zu finden unter www.koblenz.dgb.de


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