Deutscher Gewerkschaftsbund

27.10.2016
Veranstaltung des DGB Kreisverbandes Mayen-Koblenz

Rente als Alterssicherung nicht ausreichend – Änderungen nötig

Pressemitteilung

Im Rahmen der DGB Kampagne für eine sichere Rente fand im Sportlerheim Mayen-Alzheim eine Veranstaltung des DGB Kreisverbandes Mayen-Koblenz in Kooperation mi dem SPD Ortsverein Mayen und dem Stammtisch der IG BAU Vordereifel zum Thema statt. Egon Schmitt, verdi, referierte sachkundig und kompetent. Er gab den anwesenden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter einen Einblick in das Rentenrecht und beantwortete ihre Fragen. . Erläuterungen zu den Voraussetzungen für den Bezug der Renten für langjährig Versicherte (35 Jahre Beitragszeiten) oder für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Beitragszeiten) konnten durch Nachfragen der Zuhörer verständlich dargestellt werden.

Schmitt wies die Anwesenden darauf hin, dass es sinnvoll sei, frühzeitig beim Rentenversicherungsträger eine Kontenklärung zu veranlassen, damit eventuell fehlende Kindererziehungszeiten oder auch die Zeit der Berufsausbildung noch erfasst werden, die letztlich zu einer Rentenerhöhung führen.

Folgende Faustregel gilt: wer ein Brutto-Einkommen von etwa 35.000 €/jährlich hat, erwirbt damit einen sogenannten Rentenpunkt, der im Moment 30,45 € monatlicher Rente entspricht.

Im Laufe des Gespräches wurde deutlich, dass die Rente von der Deutschen Rentenversicherung für den Durchschnitt der Bevölkerung als Existenzsicherung für das Alter nicht reicht und auf keinen Fall reichen wird, wenn es die geplante Absenkung auf 43 Prozent gibt und die Rente ab 2040 voll versteuert wird. Im Moment werden 72% besteuert.

Neben diesen grundlegenden Informationen zeigte sich in einer abschließenden Diskussionsrunde, dass es in Zukunft zu Veränderungen kommen muss, die sicherstellen, dass nach einem langen Arbeitsleben die künftigen Rentner wieder ihren Lebensunterhalt von der zu erwartenden Rente bestreiten können.

Die Veranstaltung wurde eröffnet von der Vorstandsvorsitzenden des DGB Kreisverbandes Karin Fahrenholz, die sich bei Schmitt, den Kooperationspartnern und den Anwesenden herzlich bedankte.

 


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