Deutscher Gewerkschaftsbund

18.03.2024

Rückblick: Koblenz bleibt bunt am 15.03. auf der Karthause

DGB

Koblenz bleibt bunt! Sascha Ditscher


Gegenüber des JuBüZ – Jugend-und Bürgerzentrum auf der Karthause in Koblenz fand am 15. März abends eine Kundgebung von Koblenz bleibt bunt statt. Etwa fünf- bis sechshundert Menschen nahmen daran teil. Da es zunehmend mehr regnete, war es schwer, die genaue Zahl der Teilnehmenden zu ermitteln.

Anlass für die Kundgebung war eine Veranstaltung der AfD, die im JuBüz stattfand. Antje Knieper vom Jugendamt der Stadt Koblenz stellte in ihrem Statement klar, dass es für das JuBüz keine Möglichkeit gab, die Vermietung der Räume an die AfD zu verhindern: das JuBüz ist eine städtische Einrichtung und steht allen gewählten Parteien offen. Sie benannte damit eine schwierige Situation, in der sich im Moment viele Kommunen befinden.

Zu den Redner*innen gehörten Christian Krey von der TuS Koblenz sowie aus dem Karneval Thomas Münch, sowie auch Solwodi und die Omas gegen rechts. Außerdem sprach David Langner als Oberbürgermeister. Natürlich war auch der BUND vertreten und es sprach ein Vertreter der GdP.

Die Veranstaltung wurde moderiert von Willi vom Duo „Willi und Ernst“ und Stefanie Majer von der IG Metall Koblenz. Zu Beginn wurden Sebastian Hebeisen, DGB, und Ali Yener, Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, von ihnen zu dem Anlass der Kundgebung interviewt und befragt.

Es war den Organisator*innen wichtig, dass es vielfältige Stimmen aus der Gesellschaft gab, die sich gegen rechts positionieren.

 

Die Kundgebung war auch Thema im Beitrag "Wie geht die AfD mit Gruppierungen wie der 'Revolte Rheinland' um?" in der Reihe "Zur Sache! Rheinland-Pfalz" des SWR:

Der Aufruf der Kundgebung ist hier nachzulesen: Aufruf 15.03.

Koblenz bleibt bunt bei Instagram


 

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Begrüßung durch Sebastian Hebeisen, DGB. Sascha Ditscher

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Moderationsteam Stefanie Majer von der IG Metall und Willi vom Duo "Willi und Ernst". Sascha Ditscher

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Oberbürgermeister David Langner. Sascha Ditscher

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Ali Yener, 1. Bevollmächtigter IG Metall Koblenz. Sascha Ditscher

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Andrija Dolic, Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sascha Ditscher

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Sascha Ditscher

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Antje Knieper, Jugendamt der Stadt Koblenz. Sascha Ditscher

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Torsten Schupp, einer der Gründerväter des JuBüZ. Sascha Ditscher

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Maria Hartmann, Beirat für Integration und Migration. Sascha Ditscher

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Andreas Münch, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval. Sascha Ditscher

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Christian Krey, Präsident der TuS Koblenz. Sascha Ditscher

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Sabine Meinen, Solwodi. Sascha Ditscher

Sabine Meinen, Solwodi:

"Liebe Mitstreiter*innen,

heute stehen wir hier vereint, um gegen eine Bedrohung zu demonstrieren. Eine Bedrohung all unserer Werte von Menschlichkeit und gutem Miteinander.

Wir stehen einer Bedrohung gegenüber, die jede und jeden von uns betrifft. Keiner wäre sicher in einer Diktatur, wie sie von der AfD erträumt wird.

Ich stehe hier einerseits für mich und meine Familie, aber ich spreche auch für SOLWODI Deutschland, eine deutschlandweit aktive Frauenrechtsorganisation. Meine Kolleginnen geben in der Sozialarbeit jeden Tag alles, um Frauen zu begleiten, die von schweren Gewalterfahrungen betroffen sind. Sie unterstützen sie und auch ihre Kinder dabei, die Angst zu verarbeiten und neuen Mut zu fassen. Die meisten dieser Frauen haben eine Migrations- oder Fluchtgeschichte. Sie wären sicher unter den ersten, die von einer rechtsextremen Entwicklung direkt betroffen wären.

Doch letztlich wären wir alle betroffen, wenn die AfD ihre Allmachtsfantasien umsetzt. Ganz besonders unsere Klientinnen und ihre Kinder, aber genauso unsere Mitarbeiterinnen, die wir sie unterstützen. Wir alle hier, die wir gemeinsam laut sind. Und so viele, denen noch gar nicht klar ist, dass sie nicht in das Bild der AfD passen.

Für SOLWODI bedeuten rechtsextreme Kräfte eine existenzielle Gefahr. Wir kämpfen täglich gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution, Ausbeutung und patriarchale Gewalt an Frauen. Unser Land hat es bei Weitem noch nicht geschafft, Geschlechter rechtlich und gesellschaftlich gleichzustellen. Auch bei der Implementierung von Schutzmechanismen für Frauen, für intersexuelle, non-binäre, trans und agender Personen ist noch viel Luft nach oben.

Aber eines ist ganz klar: alle bisherigen Errungenschaften würden von einer Regierung, in der rechtsextreme Parteien gegen unsere Demokratie wüten können, wenig geachtet. Die Rechte all jener Menschen, die unsere Gesellschaft bunt, vielfältig und damit stark und resilient machen, würden geschwächt oder gar abgeschafft. 

Insbesondere für die Frauen, die wir auf ihrem schweren Weg raus aus Angst und Verzweiflung, hinein in ein sicheres, selbstbestimmtes Leben begleiten, wäre in einem solchen Land aus Sicht der AfD kein Platz mehr. Eine Politik der Massenabschiebung würde bedeuten, dass diese Frauen wieder in die Hände ihrer Peiniger fallen könnten – ohne Schutz und ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Aber wir sind hier! Wir sind hier, um eine klare Botschaft zu senden: Koblenz bleibt bunt!

Wir werden nicht zulassen, dass Hass und Intoleranz unsere Stadt und unsere Gesellschaft vergiften. Wir werden uns weiterhin für die Rechte der Schwachen und Unterdrückten einsetzen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Status. Wir werden auch weiter gemeinsam mit anderen Organisationen für die Verwundbarsten unserer Gesellschaft aufstehen und fest an ihrer Seite bleiben.

Unsere Vielfalt ist unsere Stärke.

Lasst uns gemeinsam für eine Welt ohne Hass und Spaltung kämpfen, in der die Rechte und die Würde aller Menschen geachtet werden.

Koblenz bleibt bunt - und das werden wir bei SOLWODI gemeinsam mit Ihnen und Euch verteidigen!

Vielen Dank."

DGB

Christine Holzing, Vorsitzende des Vereins „Gemeinsames Wohnen in der Region Koblenz“. Sascha Ditscher

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Egbert Bialk, BUND. Sascha Ditscher

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Petra von den „Omas gegen rechts“. Sascha Ditscher

Petra von den „Omas gegen rechts“:

"Hallo an alle

- Ich bin von den Omas gegen Rechts

- Am 29.02. waren wir schon bei der Mahnwache vor dem AfD Büro um zu zeigen, dass wir wachsam sind

- Heute sind wir hier

 wir zeigen der AfD ,

 dass wir aufpassen

dass wir informieren, denn die AfD hat auf ihrer Stadtratskandidatenliste eine Person, die Verbindungen zur rechtsextremen Revolte Rheinland hat,

obwohl die AfD beteuert mit der Revolte Rheinland nichts zu tun zu haben

- Laut Recherche des BR beschäftigt die AfD mehr als 100 rechtsextreme Mitarbeiter im Bundestag

- Wir Omas gegen Rechts wollen nicht, das Rechtsextreme in unseren Parlament sitzen weder im Stadtrat, Landtag, Bundestag noch im Europäischen Parlament. Wir wollen auch nicht, dass Rechtsextreme als Mitarbeiter Zugang zu diesen haben!

- Unser Appell

geht demokratisch wählen

motiviert Freunde, Verwandte, Nachbarn, Arbeitskollegen, Bekannte die anstehenden Wahlen zu nutzen um

 demokratische Parteien zu wählen

- Der AfD rufen wir hier heute laut zu: Wir Omas gegen Rechts passen auf!"


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