Deutscher Gewerkschaftsbund

05.11.2019

Lesung mit Edith Erbrich in Remagen am 23.10.

In der Bibliothek der IGS Remagen berichtete Edith Erbrich vor 100 Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen unter dem Naziregime. Edith Erbrich wurde 1937 in Frankfurt geboren und im Februar 1945 ins KZ Theresienstadt deportiert. Den Schülerinnen und Schülern erzählte sie anschaulich von den Jahren vorher, in denen sie den Davidsstern tragen mussten, keine Straßenbahn mehr benutzen durften, auch nur noch in bestimmten Läden einkaufen durften und was besonders schlimm war,  als Juden nicht die öffentlichen Luftschutzbunker aufsuchen durften, wenn Bombenalarm war. Ihrem Weitertransport nach Ausschwitz entkam sie durch die Befreiung durch die rote Armee.

Während sie aus ihrem Leben berichtete, war es in der Bibliothek mucksmäuschenstill. Die Fragen danach bezogen sich vor allem darauf, wie sie und ihre Familie, beide Eltern und Schwester und Bruder überlebten, wieder Fuß fassen konnten nach all den furchtbaren Erlebnissen.

Überraschend gut, war die Antwort Ediths Erbrich. Sie sagte auch noch einmal sehr deutlich, dass sie diese Veranstaltungen mache, um deutlich zu machen, dass die Nazis nicht gesiegt hätten, und sie betonte, dass sie es für all die tue, die es nicht mehr tun könnten, weil sie ermordet wurden.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten zwei Jugendliche von ihrem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald berichtet.

Pascal Rowald, Vorsitzender des DGB Ahrweiler, eröffnete die Veranstaltung in der Schule: „Manche von euch kennen mich aus dem Streifenwagen, ich bin Polizist in Remagen und Gewerkschafter. Wie passt das mit dieser Veranstaltung und eurer Schule zusammen? Wir alle haben das selbe Ziel: eine demokratische Gesellschaft in der Menschen ohne Diskriminierung, Hetze und Gewalt friedlich zusammenleben.“

Veranstalter waren DGB Ahrweiler zusammen mit ver.di Mittelrhein und der IGS Remagen.

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Edith Erbrich zu Gast an der IGS Remagen: Die Jugendlichen waren tief berührtvon ihrem Bericht und stellten viele Fragen, es flossen auch einige Tränchen. DGB

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Pascal Rowald, Vorsitzender des DGB Ahrweiler und Polizist aus Remagen, forderte die Jugendlichen auf: seid im Alltag mutig bei Diskriminierungen, schaut genau hin und greift ein! DGB

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