Deutscher Gewerkschaftsbund

05.11.2019

Nachbericht: „100 Jahre rechter Terror in Deutschland - von der 'Thule-Gesellschaft' zum 'Südkreuz'“

Das Interesse an der Veranstaltung war sehr hoch, die Stühle reichten nicht aus. Anlass für das große Interesse dürften die aktuellen Ereignisse in Halle sein.

Auf Einladung des DGB kam Robert Andreasch nach Koblenz. Er arbeitet als Autor, freier Fotojournalist, Gutachter und Dozent zur radikalen Rechten in Bayern, zu rechtem Terror und zum NSU. Im Juli 2019 verlieh ihm die Stadt München ihren „Publizistikpreis“.

In Koblenz berichtete Robert Andreasch über die Geschichte des rechten Terrors in Deutschland. Erste Konzepte wurden bereits nach dem 1. Weltkrieg entwickelt, also genau vor 100 Jahren. Rechte Terroristen ermordeten in der Weimarer Republik politische GegnerInnen und demokratische Politiker. Die Geschichte rechtsterroristischer Gruppierungen in der BRD ist oft nicht bekannt, Attentate und ihre Opfer sind teilweise vergessen.

Robert Andreasch erwähnte auch Beispiele aus der Region: die tödlichen Schüsse auf dem Koblenzer Zentralplatz, der Anschlag auf den Fernmeldeturm Koblenz, Banküberfälle mit Todesopfern im Westerwald.

Veranstaltungen zum Thema Rechtsterrorismus finden in Koblenz seit 2012 statt. Seit der Selbstenttarnung des NSU warnen DGB, Türkische Gemeinde und Beirat für Integration/Migration vor rechtem Terror.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Interkulturellen Wochen statt und  wurde gemeinsam organisiert von DGB Stadtverband Koblenz, Beirat für Integration und Migration Koblenz und Türkische Gemeinde Rheinland-Pfalz.

Nach der Veranstaltung fand noch eine kleine Aktion zum Thema Naziaufmarsch in Remagen statt.

Auch Edith Erbrich, Zeitzeugin und Holocaustüberlebende nahm an Veranstaltung und Aktion teil.

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