Deutscher Gewerkschaftsbund

16.05.2022

Solidarität mit den Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst!

Am 4. Mai fand ein Streik- und Aktionstag in Koblenz statt, zu dem ver.di Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, Sozialassistentinnen und Sozialassistenten und andere Berufsgruppen aus Kitas und betreuenden Grundschulen aufgerufen hatte.

Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Verhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und die angespannte Situation in den Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern.

„Die Beschäftigten der Kindertagesstätten haben seit Beginn der Pandemie den Laden am Laufen gehalten. Die Verhandlungen wurden wegen der Pandemie für zwei Jahre ausgesetzt und dennoch zeigt der kommunale Arbeitgeberverband null Verständnis für die begründeten Forderungen nach Entlastung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen“, erklärt der ver.di-Tarifkoordinator Volker Euskirchen. Die Situation in den Tageseinrichtungen ist seit Jahren angespannt. „Die neue Personalberechnung durch das Kitagesetz in Verbindung mit den durchgängigen Öffnungszeiten, haben vor allem dazu geführt, dass die Beschäftigten am Limit sind“, schließt Euskirchen seine Ausführungen zum Tarifkonflikt.

Sebastian Hebeisen vom DGB hielt ein Grußwort: „Ihr habt den Laden am Laufen gehalten in Zeiten, als es erst keine Masken gab, dann nur provisorische Stoffmasken. In Zeiten ohne Impfung, als noch unklar war, welche Auswirkungen die Pandemie hatte, habt ihr Kinder betreut, damit andere in der Zeit weiterarbeiten konnten und die Kinder in der Zeit versorgt waren. Dafür gab es damals Applaus, doch der Applaus ist mit der Zeit immer leiser geworden. Seit Jahren hören wir: es ist leider nicht genügend Geld da. Wenn sich Menschen um Menschen kümmern, wenn sich Menschen um Kinder kümmern, wenn sich Menschen um alte Menschen kümmern, um kranke Menschen, um behinderte Menschen, dann ist kein Geld da. Aber für die Bundeswehr sind jetzt plötzlich 100 Milliarden da, da spielt Geld auf einmal keine Rolle. Aber genau das zeigt: Wenn die Politik will, ist es kein Problem auch größere Summen zu bewegen.“

DGB

Max Gerlach

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