Deutscher Gewerkschaftsbund

11.03.2024

Rückblick auf die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag 2024

 

Koblenz

 

Gruppe

Der historische Ratssaal im Rathaus war gut gefüllt. Etwa 120 Menschen waren der Einladung gefolgt. Das Thema "Feministische Stadtplanung" hat einen Nerv getroffen und sprach ganz unterschiedliche an. Gabriel Volkovic

Zunächst hatte Meike Baumann für die Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz begrüßt und übergeben an Edith Sauerbier, DGB, die inhaltlich einführte. Sie wies eindrücklich daraufhin, dass Frauen gut daran tun, sich für Demokratie einzusetzen, weil nur diese ihnen zumindest gesetzlich verankert die Gleichberechtigung garantiere. Deshalb sei es in diesem Jahr Pflicht, das Wahlrecht zu nutzen und demokratische Parteien zu wählen. 

Zum Thema der Veranstaltung sagte sie: "Unser Thema heute ist eine feministische Stadtplanung. In der Vorbereitung habe ich verstanden, dass eine solche Planung sich dafür einsetzt, für alle Menschen, die sich in einer Stadt aufhalten, einen Platz zu schaffen: barrierefrei, inklusiv und gleichberechtigt. Wenn dies gelingt, ist dies ein Beitrag zu einer Stadtgesellschaft, in der ich leben will und in der sich gut zusammen leben lässt."

ES

Edith Sauerbier wünschte sich drei Ergebnisse für die Veranstaltung: "Alle, die heute hier sind, gehen am 9. Juni eine demokratische Partei wählen! Und: wir fördern eine Diskussion innerhalb der Stadt Koblenz für eine Stadt für alle!"
Und als drittes wünschte sie sich die Beteiligung aller Anwesenden an der Veranstaltung "Koblenz bleibt bunt", die für den 15. März auf der Karthause geplant sei.
Gabriel Volkovic

OB

Oberbürgermeister David Langner sprach in seinem Grußwort davon, dass er das Anliegen einer gemeinsamen Stadtgestaltung sehr unterstützt. Gabriel Volkovic

Präsentation

Die entwickelten Projekte sind sehr konkret. Sie reichen von Nachtbussen mit Wunschhaltestellen über ehemalige Kaugummiautomaten, die mit Hygieneartikel für Frauen gefüllt werden, bis hin zu einer einladenden Atmosphäre auf den Plätzen durch Sitzgruppen mit Steckdosen zum Aufladen der Handys oder Laptops.
Weitere Projekte beschäftigen sich mit der Begrünung der Stadt, z.B. durch Pflanzbeutel, die mit Aussagen zu politischen Themen bedruckt sind.
Gabriel Volkovic

Astrid FRies

Astrid Fries, Dozentin an der Uni Koblenz, hatte sich in ihrem Seminar mit dem Thema "Feministische Stadtplanung" beschäftigt . Dabei haben die Studierenden ganz konkrete Projekte für Koblenz entwickelt. Fries führte kurz ein und übergab dann an die einzelnen Projektgruppen. Gabriel Volkovic

Bei einigen Projekten geht es um Sicherheit, bei anderen um das Wohlfühlen in der Stadt mit ihrer Reizüberflutung. Angebote könnten Ruhezonen sein oder feste Geschäftszeiten, in denen in Geschäften Geräuschquellen wie Kassen, Musik, Lautsprecher auf stumm geschaltet sind und die Beleuchtung weniger grell ist. 

Die Projekte stießen auf großes Interesse auch bei den teilnehmenden Stadträten und Stadträtinnen. Nach der Vorstellung der Projekte standen die Studierenden für Fragen zur Verfügung. Diese Möglichkeit wurde gerne genutzt.  

Einzelne Projekte sind bereits umgesetzt, bei anderen werden gerade Gespräche mit Entscheidungsträger*innen geführt, bei anderen sind die nächsten Schritte in Planung. Bei allen wurde deutlich, dass die Studierenden viel Zeit und Energie hineingesteckt haben und die Stadt für alle ihnen ein Anliegen ist. 

Präsentation

Die Präsentationen der Studierenden zeigten deutlich, wie sehr sie sich mit den ausgewählten Themen beschäftigt hatten. Gabriel Vulkovic

Rosen

Gabriel Volkovic

 

Neuwied 

 

Gruppe

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Daniela Kiefer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied, zusammen mit Birgit Bayer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied, die Stellvertreterinnen der Organisationen im Arbeitskreis. privat

„So sind wir, so ist das Leben“ – Kinoabend zum Internationaler Frauentag in Neuwied

Der diesjährige Frauentag in Neuwied machte die Sorgen, Herausforderungen und Bedürfnisse einer alleinerziehenden Mutter erlebbar, die in ähnlicher Form vielen Frauen in vergleichbarer Lebenssituation bekannt sein dürften.

Rund hundert Frauen waren der Einladung des Arbeitskreises Internationaler Frauentag Neuwied zum Kinoabend in die Schauburg gefolgt. Nach einem Sektempfang und Zeit zum Netzwerken begrüßten die Frauenbeauftragte der Stadt Birgit Bayer und Daniela Kiefer, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied, im Namen des Arbeitskreises die Gäste. Auch die im Arbeitskreis aktiven Frauen traten auf die Bühne und machten so die Vielfalt der von ihnen repräsentierten/vertretenen Organisationen sichtbar. „Uns alle eint, dass wir uns stark machen für die Sache der Frauen, für Gleichberechtigung und gegen Hass, Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung!“, kommentierte Kiefer.

In ihrer anschließenden Rede stellvertretend für den Arbeitskreis verdeutlichte sie, wie sehr die strukturellen Bedingungen immer noch und wieder Frauen zur Erschöpfung treiben. Die Care Arbeit für Familie, Partnerschaft und Angehörige liegt in der überwiegenden Verantwortung von Frauen – emotional, praktisch, allumfassend. Die Erwerbsarbeit und ein gesellschaftliches Engagement kommen noch hinzu. Eine besonders hohe Belastung trifft hier die Alleinerziehenden. Kiefer betonte, wie wichtig es gerade in Krisenzeiten sei, dass Frauen sich zusammenschließen, sich politisch interessieren und engagieren und schlug somit einen Bogen zu den bevorstehenden Wahlen. „Frauenrechte sind keine Selbstverständlichkeit, sie sind kein „Nice-to-have“ in fetten Jahren, Frauenrechte sind Menschenrechte!“, postulierte Kiefer und rief zur Wahlbeteiligung auf: „Nutzen wir unser Wahlrecht und gehen wählen – und zwar demokratische Parteien, die die Rechte von uns Frauen anerkennen!“

Nachfolgend hieß es „Film ab!“. In „So sind wir, so ist das Leben“ sucht Toni, die ihre 5 Kinder alleine aufziehen muss, eine Balance zwischen dem Wunsch, alles für die Kinder zu geben und dem stärker werdenden Bedürfnis, endlich mal wieder etwas Eigenes im Leben zu haben. Der Film erzählt zurückhaltend und mit leisem Humor von ihrer Selbstentdeckung und dem steinigen Weg in die Unabhängigkeit. Der Filmabend wurde durch die Zusammenarbeit mit dem Programmkino MinsKi und dem Filmtheaterbetrieb Weiler ermöglicht.

Zum Arbeitskreis Internationaler Frauentag Neuwied gehören: Gleichstellungsstelle Landkreis, Frauenbüro Stadt, Ahmadiyya-Jamaat-Gemeinde, Amnesty International, Arbeiterwohlfahrt, Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, BCA der Arbeitsagentur Neuwied, Bündnis 90/die Grünen, Caritasverband, Diakonisches Werk, Evangelische Frauenhilfe, Frauenunion, Frauenwürde, Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Integrationsbeauftragte der Stadt, UTAMARA-Frauenbegegnungsstätte, Mehrgenerationenhaus Neuwied, Volkshochschule Stadt und der Deutsche Gewerkschaftsbund, dem die Federführung des Arbeitskreises obliegt, mit seinen Mitgliedsgewerkschaften GEW, IG Metall und ver.di.

 

Hachenburg

Die Vorpremiere des Films „Morgen ist auch noch ein Tag“ anlässlich des Internationalen Frauentages übertraf alle Erwartungen des Organisationsteams. Alljährlich am 8. März nimmt der Arbeitskreis ein Thema in den Fokus, das alle Frauen betrifft, vor Ort im Westerwald oder weltweit. Es geht um Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Mädchen, wie sie verändert und verbessert werden können.

In Zusammenarbeit mit dem CINEXX Hachenburg wurde der Film „Morgen ist auch noch ein Tag“ der italienischen Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Paola Cortellesi in deutscher Vorpremiere präsentiert. Der Film ehrt jene Frauen, die Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut haben. Eine charmante, emotionale, aber auch überraschend lustige Geschichte mit einem Ende, das niemand vorauszusehen vermochte.

Schon eine Stunde vor Beginn strömten Besucher*innen ins Kino, und schnell war klar, dass ein Kinosaal nicht ausreichte. Auch der zweite Saal, in dem der Film parallel gezeigt wurde, war schnell gefüllt. Insgesamt wurden über 120 Besucherinnen gezählt, was die Organisatorinnen natürlich sehr freute. Originalton einer Besucherin: „Der Film war hervorragend gewählt, und das unter unterschiedlichen Gesichtspunkten.“


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