Deutscher Gewerkschaftsbund

14.11.2020

Rückblick: Naziaufmarsch am 14.11. in Remagen - mit Anstand und Abstand gegen Nazis!

Im Jahr 2005 war der erste Naziaufmarsch in Remagen. Seit 2009 findet jedes Jahr im November ein Aufmarsch statt – damit ist die Veranstaltung in Remagen einer der langjährigsten Aufmarschorte der Naziszene in Westdeutschland.

Auch dieses Jahr zogen wieder Neonazis durch Remagen. Zum ersten Mal waren es weniger als 100, sonst waren mehr gekommen, bis zu 300 in Höchstzeiten.

Der Protest war dieses Jahr – unter Corona-Bedingungen – breit und lautstark. Es fanden unterschiedliche Veranstaltungen statt, an denen sich insgesamt mehrere hundert Menschen beteiligten!

Im Vorfeld: Online-Veranstaltung „Remagen Nazifrei“

DGB und Bündnis Remagen Nazifrei hatten eine Online-Veranstaltung organisiert, die live ins Internet übertragen wurde.

Erst informierte die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus zu den Neonazis, danach stellten Bündnisse vor, was sie am Tag selber geplant hatten.

Homepage Bündnis Remagen Nazifrei: https://remagennazifrei.wordpress.com

DGB

Infoveranstaltung am 12.November. DGB

Protest gegen den Naziaufmarsch am 14.11.2020 – mit Anstand und Abstand gegen Nazis!

Ziel der Neonazis ist das ehemalige Rheinwiesenlager an der heutigen Hochschule Remagen, ein Kriegsgefangenenlager der Alliierten nach dem Zusammenbruch der Westfront 1945. Auf dem ehemaligen Gelände steht heute eine Kapelle, die von ehemaligen Lagerinsassen gestaltet wurde. Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung von einzelnen Elementen sorgen für – teilweise hitzige – Diskussionen. Eine zeitgemäße Neugestaltung des ganzen Geländes wird diskutiert.

DGB

Als eine Form des Protestes wird die Kapelle jedes Jahr kreativ verhüllt, um so zu verhindern, dass die Nazis dort ihre Bilder und Inszenierungen abhalten können. Dieses Jahr sorgte eine Schulklasse für die inhaltliche Ausgestaltung. DGB

DGB

Auch die Hochschule wird jedes Jahr umgestaltet, denn die Nazis stehen direkt vor dem Haupteingang. In den Fenstern werden große Bilder von Menschen angebracht, die in den Vernichtungslagern von den Nazis ermordet wurden. Hagen

Das Bündnis „Remagen für Frieden und Demokratie“ organisierte an der Hochschule eine Corona gerechte Kundgebung. Auf der Bühne wurden digitale Redebeiträge über LED-Bildschirme gezeigt. Es sprachen unter anderem Malu Dreyer, Ministerpräsidentin RLP, und Dietmar Muscheid, Landesvorsitzender DGB. Auch dadurch wurde deutlich, dass der Aufmarsch der Rechten und der Widerstand dagegen nicht nur regionale Bedeutung haben.

Homepage Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie: https://www.buendnis-remagen.de

 

Michaela Schmitt vom "Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie" richtete eine Botschaft an die Neonazis:

 

 

DGB

Es folgte eine Menschenkette Richtung Innenstadt, an der sich mehrere Hundert beteiligten. Hagen

Aktion zum Thema Todesopfer von rechter Gewalt:

Die Initiative Kein Vergessen Koblenz baute am ehemaligen Rheinwiesenlager in Remagen neun große Wände mit den Namen aller bekannten Todesopfer seit 1990 sowie Verdachtsfällen. Als Grundlage dient die Liste mit Todesopfern von der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Darauf ist auch ein Fall aus dem Landkreis Ahrweiler genannt: In der Nacht vom 31.07. auf den 01.08.1992 wurde der Obdachlose Dieter Klaus Klein von Neonazis im Stadtpark in Bad Breisig umgebracht.

Homepage Initiative Kein Vergessen: http://initiativekeinvergessen.blogsport.de/

 

DGB

Eine von neun Wänden mit den Namen aller bekannten Todesopfer seit 1990 sowie Verdachtsfällen. Hagen

Antifaschistische Demonstration

Eine Demonstration veranstaltete das antifaschistische Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen“. Die Demonstration zog Richtung Hochschule und traf dort auf die Veranstaltung des Friedensbündnisses.

http://remagen.blogsport.de/

 

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Auch der Seniorenbeirat Remagen zeigt Haltung! DGB


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