Deutscher Gewerkschaftsbund

03.09.2019

Koblenzer Gedenkgang zum Antikriegstag

Wie in vielen anderen Städten, so fand dieses Jahr auch in Koblenz eine Veranstaltung zum Antikriegstag statt. DGB Stadtverband Koblenz, Förderverein Mahnmal e.V. und der Evangelische Kirchenkreis hatten zum „Koblenzer Gedenkgang“ eingeladen, Thema war die Situation der Zwangsarbeiter/innen in Koblenz.

 

DGB

Plakat zur Veranstaltung. DGB

Die Eröffnung der Veranstaltung am Kemperhof übernahm Sebastian Hebeisen, Vorsitzender des DGB Stadtverband Koblenz. Er wies darauf hin, dass es die erste Veranstaltung zum Antikriegstag seit längerem in Koblenz sei. Genau vor 80 Jahren begann der 2. Weltkrieg in Europa, der Millionen von Toten forderte. Nazi-Deutschland überfiel andere Länder, viele Menschen wurden zur Zwangsarbeit gezwungen. Auch in Koblenz gab es Orte von Zwangsarbeit, Lagerunterkünfte, Misshandlungen, Zwangsabtreibungen und Hinrichtungen.

Diese Menschen sind bis jetzt nicht in der Erinnerungskultur vorhanden. Mit dem Koblenzer Gedenkgang soll der erste Schritt unternommen werden, diese Lücke zu schließen.

DGB

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Joachim Hennig, stellvertretender Vorsitzender vom Förderverein Mahnmal e.V., stellte die Geschichte der Zwangsarbeiter/innen in Deutschland und in Koblenz vor. Grundlage seiner Ausführungen waren seine ausführlichen Recherchen in Archiven.

Der komplette Redebeitrag ist hier zu finden:

Biographien von vier Zwangsarbeiter/innen wurden von der Gewerkschaftsjugend vorgestellt. Hintergründe mit vielen weiteren Informationen sind auf der Homepage vom Förderverein Mahnmal e.V. zu finden.

https://mahnmalkoblenz.de/

Am Hauptfriedhof sprach abschließend Rolf Stahl, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, zum Thema „Zwangsarbeit im Bereich der Kirchen“.

Er beendete die Veranstaltung mit den Worten:

„Das Unrecht der Zwangsarbeit verjährt nicht. Die Möglichkeiten sich in Unrecht zu verstricken auch nicht. Gedenket der Opfer, bewahret den Frieden um der Gegenwart und Zukunft willen.“

Der komplette Redebeitrag ist hier zu finden:


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