Deutscher Gewerkschaftsbund

12.08.2020

Vor 75 Jahren: Wiederaufbau der Gewerkschaften

In Koblenz und Umgebung

In der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 waren die freien Gewerkschaften zerschlagen und verboten, viele Mitglieder der Arbeiterbewegung verhaftet und ermordet worden.

Nach Kriegsende kann der Neuaufbau beginnen. Überlebende kommen aus den Konzentrationslagern zurück und nehmen Kontakt zur französischen Militärregierung auf. Denn: Die Neugründung der Gewerkschaften nach Kriegsende muss von der französischen Militärregierung gestattet werden. General Billotte stimmt zu, und so kann es im August losgehen.

 

9. August: Im Koblenzer Rathaus treffen sich 50 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Der alte Eisenbahngewerkschafter Fritz Kalt leitet das Treffen.  Hans Eiden berichtet von seinen erschütternden Erlebnissen aus dem Konzentrationslager Buchenwald.

 

12. August: In Metternich findet eine erste öffentliche Versammlung statt, es nehmen 200 Menschen teil.

 

23. August: Eine erste Gewerkschaftszeitung kann erscheinen mit dem Titel: "Gewerkschaftseinheit-Informationsblatt der Einheitsgewerkschaft", gedruckt im Antifa-Verlag in Koblenz-Neuendorf.

Die Titelseite

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Weitere Gründungsveranstaltungen:

1. September: Boppard

2. September: Oberlahnstein, Weißenthurm und Koblenz-Horchheim

9. September: Oberspay und Höhr-Grenzhausen

 

Auch in Betrieben findet Aufbauarbeit statt, Mitte August sind in der Königsbacher Brauerei 130 von 170 Beschäftigten in der neuen Einheitsgewerkschaft.


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