Deutscher Gewerkschaftsbund

23.09.2022

Tagung "partizipativ.erinnern - Praktiken, Forschung, Diskurse" am 23.09.

Der DGB ist Kooperationspartner des Projekts PEPiKUm (Partizipative Erinnerungspädagogik in Koblenz und Umgebung), das zu folgender Tagung einlädt:

Tagung "partizipativ.erinnern - Praktiken, Forschung, Diskurse"

23. September 2022, 9 bis 17 Uhr

Hochschule Koblenz

Rhein-Mosel-Campus

Audimax - A032


In den aktuellen Debatten zur Erinnerungskultur in Deutschland zeigt sich die Heterogenität des kollektiven Gedächtnisses. In dieser Erinnerungskultur sind verschiedene Geschichts-, Gesell
schafts- und Selbstbilder ineinander verflochten, wobei um die Sichtbarkeit aller Facetten und Gruppen gerungen wird. Das wirft die Forderung nach weitreichender Partizipation auf, die bereits zur Zeit der Gründungsinitiativen der ersten Gedenkorte zur Shoah und zu den nationalsozialistischen Verbrechen ein ausschlaggebendes Thema war. So rücken multiperspektive Ansätze und mehrdimensionale Perspektiven zunehmend in den Vordergrund. Die Teilhabe nimmt dabei unterschiedliche – darunter pädagogische, künstlerische und wissenschaftliche – Formen an.

Die Tagung partizipativ.erinnern - Praktiken, Forschung, Diskurse diskutiert die Themen Erinnerungsarbeit, Erinnerungskultur und kollektives Gedächtnis insbesondere unter partizipativem Aspekt. Sie beabsichtigt, verschiedene Stimmen, Geschichten und Narrative zu Wort kommen zu lassen. Die Tagung unternimmt dazu einen transdisziplinären Versuch, Erfahrungen und Erkenntnisse aus Forschung, Graswurzelinitiativen und Erinnerungspraxis zu verknüpfen.

Es werden verschiedene Ansätze der Wissensgenerierung vorgestellt und das Konzept der Partizipation wird reflektiert.


Programm

09.00 – 10.00 ANMELDUNG UND EMPFANG im HÖRSAAL A032

10.00 – 10.30 BEGRÜSSUNG

10.30 – 11.15 IMPULSVORTRAG: Erinnerung zwischen Etablierung und Kritik vier Generationen nach dem Holocaust (Astrid Messerschmidt)

11.15 – 12.00 IMPULSVORTRAG: Eigene Geschichte(n) und die Auseinandersetzung mit Geschichte – empirische Rekonstruktionen jugendlicher Erinnerungspraktiken (Judith Hilgers & Eren Yıldırım Yetkin)

12.00 – 13.00 MITTAGSPAUSE

13.00 – 14.30 PANELS

Panel 1:

Jugend und außerschulische Bildungsarbeit Wissen und Wissenslücken. Das Museum als Ort vielstimmigen Erzählens? (Julia Albrecht)
Jugendbildungsarbeit im Zusammenhang mit Vorurteilen und Diskriminierung Ajriz Bekirovski Reflexive Fotografie und Partizipation (Andreas Eberth)

Panel 2:

Erinnerungspraxis und kollektives Gedächtnis. Wenn die Familiengeschichte nicht erinnert werden darf: Zur Bedeutung kollektiver Gedächtnisse für die Nachkommen von stigmatisierten NS-Verfolgtengruppierungen (Maria Pohn-Lauggas)
Bildung als Antwort auf Rassismus. Bildungsinitiative Ferhat Unvar. Partizipative Aufarbeitung der Verbrechen und Geschichte in Colonia Dignidad, Chile. Der Weg zu einer Gedenkstätte am historischen
Ort (2014-2021) (Evelyn Hevia Jordán & Jan Stehle)

Panel 3:

Dominanzkritische Perspektiven zur Gegenwart Dekolonisiert. Was nun? (Tahir Della)
„Doing Reflexivity“ als Praxis der dominanzkritischen Wissensproduktion (Annette Hilscher)
Erfolgsgeschichten, Vereinnahmung und was anders erzählt werden könnte. Die Kampagne „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ und die Leerstellen um russischsprachig-jüdische Erfahrungen (Darja Klingenberg)

14.30 – 15.00 KAFFEEPAUSE

15.00 – 16.30 WORKSHOPS
Partizipative Wissensgenerierung in der Erinnerungspraxis

Workshop 1: Wollen wir uns (nicht) erinnern? (Elizaveta Khan & Sharon Treasa Yeldo)

Workshop 2: We Refugees Archive – Selbstzeugnisse von Geflüchteten in Vergangenheit und Gegenwart (Anne von Oswald & Anna Hampel)

Workshop 3: Google fragen oder doch lieber das Gespräch mit den Großeltern? (Co-Forschende des A-Teams: Sarah Schömel & Kai Krall &
Jonas Endris)

Workshop 4: Pfadfinden in Arenberg gestern und heute. Ein intergenerationales Interview (Co-Forschende BdP Gruppe: Amina Coubier & Annalena Kretschmer)

16.30 – 17.00 SCHLUSSRESÜMEE


Anmeldung zur Tagung und weitere Informationen

unter: hs-koblenz.de/tagung-pepikum

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei.

Mögliche pandemiebedingte Einschränkungen werden rechtzeitig gemeldet. Das Organisationsteam stellt die Verpflegung während der Tagung bereit.

Fahrt- und Unterkunftskosten sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen.

Wir behalten uns vor, im Fall von diskriminierenden, rassistischen und antisemitischen Äußerungen von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen von der Veranstaltung
auszuschließen.

Kontakt und Information:
Wissenschaftspraxisprojekt PEPiKUm (Partizipative Erinnerungspädagogik in Koblenz und Umgebung)
Hochschule Koblenz
Konrad-Zuse-Straße 1
Büroraum H009 / H010
56075 Koblenz
tagungpepikum@hs-koblenz.de

 


Flyer zur Veranstaltung


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