Deutscher Gewerkschaftsbund

26.09.2022
Herbstklausur der DGB Region Koblenz mit Susanne Wingertszahn

„Wir haben Antworten auf die aktuellen Krisen“

„Wir haben die richtigen Antworten für viele aktuelle Themen – gerade in Krisenzeiten. Wir haben unsere Forderungen klar formuliert, zum Beispiel in unserem Steuerkonzept oder beim Thema Gaspreisdeckel“, betonte Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland. Wingertszahn war Gast auf der Herbstklausur der Stadt- und Kreisverbände der DGB Region Koblenz.

Die Klausuren finden regelmäßig im Frühjahr und Herbst statt, um die acht Kreis- und Stadtverbände des DGB in der Region Koblenz zu vernetzen. In den Vorständen der Kreis- und Stadtverbände arbeiten Vertreter*innen der acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB ehrenamtlich zusammen. Die DGB Region Koblenz umfasst die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald sowie die Stadt Koblenz mit insgesamt etwa 70.000 Mitgliedern.

Die anwesenden Teilnehmenden stimmten Wingertszahn zu und machten deutlich, dass Entlastungen im Hinblick auf die gestiegenen Preise sofort kommen müssen, da die Angst zunehme, Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können. „Ich sehe in dem Entlastungspaket eine soziale Handschrift und auch Aspekte sozialer Gerechtigkeit. Das ist gut. Zum Beispiel ist die von uns geforderte Strompreisbremse drin und auch die Besteuerung von Zufallsgewinnen“, so Wingertszahn. Weil es Zeit brauche, bis rechtssichere Umsetzungen entwickelt seien, fordere der DGB zur Überbrückung eine Einmalzahlung für alle Bürgerinnen und Bürger.

Sebastian Hebeisen, DGB Regionsgeschäftsführer Koblenz, berichtete, dass es in der Region die ersten Insolvenzen gäbe, da energieintensive Betriebe die Kosten nicht mehr tragen könnten.

Eine rege Diskussion entspann sich darüber, mit welchen Strategien die Gewerkschaften ihre Positionen in die Öffentlichkeit bringen und bei der Politik fordern. Eine Kampagne ist die für die kommende Woche bundesweit geplante Mindestlohnaktion, die in den Kontext der aktuellen Situation gestellt wird, wie Hebeisen informierte: „Damit niemand im Winter frieren muss: Löhne rauf, Energiepreise deckeln und Krisengewinne besteuern!“ Am 1. Oktober steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde. „Leider wird die Erhöhung durch die Inflation gerade aufgefressen, deshalb müssen wir dranbleiben!“, so die Überzeugung von Hebeisen und Wingertszahn, sowie der anwesenden ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen aus den Mitgliedsgewerkschaften des DGB.

DGB

Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, und Sebastian Hebeisen, Regionsgeschäftsführer Koblenz. DGB


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