Deutscher Gewerkschaftsbund

14.10.2019

Koblenz: 300 Menschen setzen Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Hetze

Unter dem Eindruck des rechtsterroristischen Anschlags in Halle setzten am Sonntag, 13.10.2019, über 300 Personen auf dem Koblenzer Zentralplatz ein Zeichen gegen Antisemitismus und bekundeten ihre Solidarität mit den Betroffenen von Rassismus, rechter Gewalt und Rechtsterrorismus. Der DGB Koblenz hatte zusammen mit Pulse of Europe zur Kundgebung aufgerufen.

Als Vertreter der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz betonte Avadislav Avadiev die alltägliche Bedrohungslage für jüdische Menschen in Deutschland. Oberbürgermeister David Langner versicherte, dass jüdisches Leben ein wichtiger Teil der Koblenzer und bundesdeutschen Gesellschaft ist und bleiben muss. Serkan Genc, stellvertretender Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Rheinland-Pfalz und Vorsitzender des Koblenzer Beirats für Migration und Integration forderte ein entschlossenes Vorgehen gegen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland. Die Politik müsse nun endlich konkret gegen Rechtsextremismus handeln.

Als Vertreter der Gewerkschaften sprach Sebastian Hebeisen. Er machte ebenfalls auf die erschreckenden und tödlichen Dimensionen rechter Gewalt und rechten Terrors aufmerksam. Schon 2011 ermordete der Rechtsterrorist Anders Breivik 77 Menschen in Norwegen. 2016 tötete ein rechtsextremer Täter in München 9 Menschen. Im neuseeländischen Christchurch kamen 2019 bei einen rechtsterroristischen Tat  51 Menschen ums Leben. Auf dem Koblenzer Zentralplatz tötete 1992 ein Neonazi eine Person und verletzte weitere. Dies sind nur einige wenige Beispiele für die tödlichen Folgen rechtsextremer Ideologie. Jüdinnen und Juden, Muslime und weitere Gruppen, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Rechten passen, sind schon lange Gewalt und Terror ausgesetzt. Seit 1990 wurden über 200 Menschen Opfer von rechter Gewalt in Deutschland.

Auch VertreterInnen verschiedener Parteien machten deutlich, dass Antisemitismus in der Bundesrepublik keinen Platz haben darf. Die Bundestagsabgeordneten Josef Oster (CDU) und Detlev Pilger (SPD) sowie Alina Welser und Gordon Gniewosz (Grüne) verurteilten die Tat.  Hans-Peter Etzold und Filmemacher Robert Krieg (beide Pulse of Europe Koblenz) sprachen sich ebenfalls gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus aus.

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