Deutscher Gewerkschaftsbund

06.10.2020
Neue Zahlen, alte Probleme: Die Rente reicht zu oft nicht zum Leben

DGB Ahrweiler fordert Änderung der Rentenpolitik

„In meinen Augen ist es ein Skandal, wie wenig Rente im Durchschnitt ausgezahlt wird. Die Rentenhöhe muss angehoben werden“, findet Pascal Rowald, Vorsitzender des DGB Kreisverband Ahrweiler. Er reagiert damit auf den neuen Rentenreport des DGB, der für den Kreis Ahrweiler folgende Zahlen enthält: Männer erhalten hier im Durchschnitt 1.130,42 € Rente monatlich, Frauen fast die Hälfte weniger, nämlich 696,72 €.

Der DGB Rheinland-Pfalz / Saarland hat im August seinen Rentenreport 2020 präsentiert. Der Report zeigt, dass jede bzw. jeder sechste Rentner/in armutsgefährdet ist und vor allem die geschlechtsspezifischen Unterschiede sehr groß sind. Insgesamt liegen in Rheinland-Pfalz 72 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer unter der Armutsgefährdungsschwelle, die im Jahr 2018 bei 1.061 Euro lag. Eine Rente von mehr als 1.200 Euro erreicht mehr als die Hälfte der Männer, aber nur 13,1 Prozent der Frauen.

„Die Einführung des Mindestlohns war zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber in der jetzigen Höhe garantiert er im Alter ein Leben in Armut. Nur mit ordentlichen Löhnen kann Altersarmut verhindert werden. Tarifverträge sind da ein wichtiges Instrument“, argumentiert Rowald.

Der Gewerkschafter ist in der GdP organisiert, der Gewerkschaft der Polizei. Dort ist er tätig als Kreisgruppenvorsitzender. Im DGB ist er seit einigen Jahren als Vorsitzender im Kreisverband Ahrweiler aktiv und beschäftigt sich mit seinen Kollegen immer wieder mit aktuellen sozialpolitischen Fragen.

„Wir stehen als Gewerkschafter im DGB für gute Arbeit zu guten Bedingungen und damit auch für ein gutes Leben im Alter. Und dazu braucht es Renten, die mindestens über der Armutsgrenze liegen, so dass auch im Alter die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben möglich ist“, fordert der junge Familienvater.

 

 

 

DGB KO

Pascal Rowald, Vorsitzender DGB Kreisverband Ahrweiler, und Vorstandsmitglieder Alfred Hansen und Elmar Ihlenfeld DGB KO


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