Deutscher Gewerkschaftsbund

05.11.2019

Lesung mit Zeitzeugin Edith Erbrich in Betzdorf am 22.10.

Edith Erbrich besuchte am 22. Oktober 2019 die Geschwister-Scholl-Schule in Betzdorf. Die heute 81-jährige berichtete in einer vollen Aula von ihren Erlebnissen in der Nazizeit. Dabei berichtete sie auch davon, dass sie noch heute jedes Jahr am Tag der Befreiung nach Theresienstadt fährt und den Tag ihrer Befreiung erinnert. Wie sie sagte, steht selbst ihr Bett, in dem sie damals schlief, noch an der selben Stelle in der Baracke. Neben all den Gräueltaten, über die sie berichten kann, vergisst sie nicht die stillen Helfer, wie sie sie nennt, etwa den Frankfurter Bürger, der einem Gestapomann drohte, ihn von der Brücke zu werfen, wenn er nicht die jüdischen Kinder in Ruhe ließe. Sie mahnte die Jugendlichen, Augen und Ohren offen zu halten und sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen.

Die Veranstaltung war eine Kooperation von DGB Kreisverband Altenkirchen, IG Metall Betzdorf und ver.di Mittelrhein.

Ein besonderes Highlight an diesem Tag war für Edith Erbrich die Begegnung mit dem Beauftragten der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen Dieter Burgard. Er sprach ebenso zu den Schülerinnen und Schülern und warnte davor, dass Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Landrat Dr. Enders bezog sich in seinem Grußwort auf die abscheuliche Tat in Halle und warnte vor einer Eroberung des öffentlichen Raums durch die Nazis. Nicole Platzdasch von der IG Metall forderte eine wehrhafte Demokratie.

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Dieter Burgard, Antisemitismus-Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz. DGB

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Landrat Dr. Peter Enders. DGB

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