Deutscher Gewerkschaftsbund

09.11.2020

Lehren und Lernen – Digital

Zu Digitalisierung in den Schulen im Kreisgebiet trafen sich die Vertretung des DGB-Kreisvorstandes Rhein-Lahn mit Landrat Puchtler und seinen Stab um den Kreisentwicklungsbeauftragten. „Der nächste Schritt ist die 46 Schulen und die fünf Krankhäuser im Kreis an das Glasfasernetz anzuschließen. Wir sind jetzt im Vergabeverfahren.“, so die Mitteilung von Landrat Puchtler. „Wir unterstützen nachdrücklich den Zusammenschluss von Kreis, den Verbandsgemeinden und der Stadt Lahnstein, um gemeinsam den Rückstand aufzuholen und hoffen dies auch für die folgende dritte Ausbaustufe.“, formuliert Monique Menzel, DGB-Kreisvorsitzende.

Während die Glasfaserkabel an die oben genannten Grundstücke herangebraucht werden, soll parallel dazu in den Gebäuden der Kreisschulen die notwendige Infrastruktur eingerichtet werden. Es sind Kabel zu verlegen, WLAN einzurichten, Geräte anzuschaffen und zu vernetzen, damit im Unterrichtsraum digital gelernt werden kann. „Die Planung und die Umsetzung erfolgt mit dem Bildungskonzeptplaner“, erklärt Landrat Puchtler.

Die DGB-Vertreter erwarten, dass hierbei dem Datenschutz, der Datensicherheit und dem Urheberschutz besondere Bedeutung beigemessen wird. Sie mahnen kreisweit einheitliche Standards an, wovon sie sich Synergie-Effekte und vereinfachte Zusammenarbeit bei der Wartung versprechen. „Die Bestimmung der digitalen Infrastruktur-Architektur-Ausstattung und Wartung soll für die Kreisschulen von Dienstleistern übernommen werden. Die Ausschreibungen sind erfolgt.“, so Landrat Puchtler.

„Wir erwarten“, so Menzel und Roß vom DGB, „dass alle Schüler*innen und Lehrkräfte mit Dienstgeräten ausgestattet werden – sowohl für die dienstliche Tätigkeit in der Schule als auch von zu Hause aus.“ „Im nächsten Schritt erfolgt die Ausschreibung im Rahmen des Digitalpaktes“, erklärt Landrat Puchtler. „Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten muss aber für alle Schüler*innen Chancengleichheit gewährleistet werden. Digitale Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein!“, verstärken Gensmann und Scholl die DGB-Position. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass ein großer Fortbildungsbedarf besteht, um qualitativ hochwertiges digitales Lernen zu etablieren und hohe Medienkompetenz zu erreichen. In diesen Prozess sollen auch die IT-Fachkräfte, die die Schulträger für Administrierungs- und Wartungsaufgaben beschäftigen, eingebunden werden.

Die Lernplattform des Landes, der Schulcampus, der im Pädagogischen Landesinstitut gehostet wird, muss noch mit Inhalten gefüllt werden, die weiterhin vom Bildungsministerium verantwortet werden.

Die Gesprächspartner vereinbaren weitere Gespräche zu weiteren kreisspezifischen Themen.


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