Deutscher Gewerkschaftsbund

07.10.2019

DGB Rhein-Lahn im Gespräch mit CDU-MdBs

Zu einem ausführlichen, offenen und nachdenklichem Gespräch mit dem Thema "Die Rente muss für ein gutes Leben in Würde reichen" traf sich der DGB-Kreisvorstand mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick und Josef Oster. Sie sind als Wahlkreis-Abgeordnete auch für den Rhein-Lahn-Kreis zuständig.

In einem Grundsatzpapier wurden die beiden MdBs über die momentane Rentensituation in Rheinland-Pfalz informiert: Absenkung des Rentenniveaus auf 48% und negative Auswirkung auf die Kaufkraft bereinigte Rente, erhebliche Unterschiede der Rente für Männer und Frauen, deutliche regionale Unterschiede, Renten unter der Armutsgefährdungsschwelle, hier sind besonders betroffen Frauen und diejenigen, die wegen Erwerbsunfähigkeit in Renten gehen mussten. "Die solidarische Grundrente ist überfällig.", forderten die DGB-Vertreter.

Die DGB-Vertretung sieht es als erforderlich an, das Rentenniveau wieder anzuheben, Bedingungen für einen stabilen Erwerbsverlauf und gute Löhne zu schaffen, atypische und prekäre Beschäftigungsverhältnisse deutlich zurückzudrängen, Teilzeitfallen beenden und den gesetzlichen Mindestlohn und die branchenspezifischen unteren Lohngruppen anzuheben. Weiter müssen der präventive Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Weiterbildung ein größeres Gewicht erhalten, auch um Arbeitslosigkeit vorzubeugen. Sie wies auf die Notwendigkeit hin, mehr Tarifverträge allgemeinverbindlich zu erklären, um Arbeitnehmer und auch tariftreue Arbeitsgeber zu schützen.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass schon in den Schulen und in den Kitas vermehrte Anstrengungen zu unternehmen sind, damit eine volle Teilhabe am Arbeitsmarkt gelingt. Es kann nicht so bleiben, dass ein nicht unerheblicher Anteil junger Erwachsener ohne Berufsausbildung ist. Die Arbeitswelt 4.0 verlangt, dass sich die Betriebe mit ihren Beschäftigten verstärkt auf die Veränderungen vorbereiten, die Betriebsräte mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten erhalten und die allgemeine politische Bildung gestärkt wird.

Die MdBs versprachen die vielen Anstöße und Anregungen mit nach Berlin zu nehmen und stimmten zu, mit dem DGB-Kreisvorstand im Gespräch bleiben zu wollen.

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