Deutscher Gewerkschaftsbund

20.05.2019
18. Mai 2019

Koblenz: Starkes Signal für die sozial-ökologische Wende

Kurz vor der Europawahl gingen in Koblenz Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Umweltbewegung auf die Straße. Der DGB Stadtverband Koblenz unterstützte die Demonstration. Auch IGM Koblenz und ver.di riefen auf.

Die Demonstration wurde gleichberechtigt von Gewerkschaften und Umweltbewegung vorbereitet und durchgeführt. Sichtbar wurde dies auch durch die Moderation: Für die Umweltbewegung stand die Schülerin Julika Sandrieser auf der Bühne, für die Gewerkschaften Sebastian Hebeisen.

Die Veranstaltung begann am Hauptbahnhof mit eine Auftaktkundgebung. Für das Bündnis sprach BUND-Landesvorstandsmitglied Egbert Bialk und machte das Anliegen klar: „Geht am 26. Mai zur Wahl, wählt Klimaschutz, wählt soziale und globale Gerechtigkeit, wählt Demokratie! Rassisten und Nationalisten sind eine Bedrohung für eine enkeltaugliche Zukunft und den Frieden in Europa!“

Sebastian Hebeisen forderte in Richtung Umweltbewegung: „Soziales und Umwelt müssen immer zusammengedacht werden. Wenn die Stromrechnung nicht bezahlt werden kann und Licht und Kühlschrank ausgehen, dann ist das für die betroffenen Menschen ein drängenderes Problem als der Anstieg des Meeresspiegels im Jahr 2050. Denkt also immer beides zusammen! Die Themen Soziales und Umwelt dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!“

Für die IG Metall sprach Stefanie Majer bei der Zwischenkundgebung am Zentralplatz. In ihrer Rede machte sie deutlich, dass die sozial-ökologische Wende nur gemeinsam mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften zu meistern ist:

„Umwelt- und Naturschutz und die soziale Frage gehören zusammen, global genauso wie in Koblenz und in der Region. Die Folgen der Umweltzerstörung und des Klimawandels werden zuerst die Länder und Bevölkerungsgruppen treffen, die am wenigsten geschützt sind. Hier in Deutschland sind das die wachsende Zahl der Niedriglohnarbeiter/innen und prekär Beschäftigte. Im Zuge der Transformation könnte sich die soziale Spaltung weiter vertiefen. Doch wer Sorgen hat den Alltag zu meistern, kann sich nur schwer für Zukunftsfragen wie den Klimaschutz engagieren. Rechtspopulisten versuchen die Sorgen und Ängste für ihre asoziale Politik zu instrumentalisieren. Wer den ökologischen Wandel und den nachhaltigen Umbau der Industrie schaffen will, muss die Menschen mit ihren Alltagssorgen mitnehmen. Gute und verlässliche Arbeitsbedingungen sind daher die Grundlage für eine soziale Stadt genauso wie für ein soziales Europa. Unsere Antwort auf die Herausforderungen sind Tarifverträge und die Stärkung der Mitbestimmung im Betrieb. Ohne Solidarität und unseren gemeinsamen und vielfältigen Druck auf Arbeitgeber und Politik wird dies nicht umsetzbar sein.“

Die Veranstaltung endete am Reichenspergerplatz mit einem Konzert von Mike Reinhard mit Band sowie weiteren Redebeiträgen.

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